


Nachdem ich etwa 14 Stunden geschlafen hatte, war ich jetzt bereit für den nächsten Tag in Laos.
Mein erstes Ziel war der laotische „Arc de Triomphe“ und die Tempelanlage Wat That Luang. Bis zum Tempel waren es gut fünfzehn Minuten zu Fuss. Im Gegensatz zu Bali gab es hier teilweise sogar Trottoirs, sodass man nicht direkt auf der Strasse laufen musste.
Es war noch relativ früh, deshalb waren vermutlich nur wenige Touristen unterwegs. Der Tempel war wirklich schön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Zurück nahm ich ein Motorbike-Taxi. Nach meinem Frühstück aus Schweinefleisch, Sticky Rice und ein paar Früchten gab es zum Mittagessen eine Tom Kha Gai Suppe.
Am Abend ging ich an den Nightmarket. Die Stände waren alle ziemlich gleich: T-Shirts, Schuhe, Schmuck, T-Shirts … Ich kaufte jedoch noch nichts, denn alles ist zusätzliches Gewicht.
Nichts ahnend suchte ich mir danach einen Platz für das Abendessen. Das Restaurant war noch ziemlich leer, ich war relativ früh dran. Die Frau sprach so gut wie kein Englisch und auch meine Übersetzungs-App schien irgendwie nicht richtig zu verstehen, was ich wollte. Es gab zwar eine Speisekarte in etwa A2-Grösse, aber die Bilder darauf waren stark verblichen und kaum noch zu erkennen. Die Preise waren alle ungefähr gleich, also zeigte ich einfach auf irgendetwas, das halbwegs gut aussah – nichts ahnend. Sie nickte und zeigte mit den Fingern: ein oder zwei Chilis. Ein Chili, sagte ich. Ich stellte mich trotzdem darauf ein, dass es scharf werden würde. Was ich bekam, war ein Teller mit Ramen-Nudeln, Gemüse und einer Sauce. Soweit gut. Aber scharf. Als ich auf etwas biss, das wie eine Bambusstange aussah, sich aber eher wie Gummi anfühlte, dachte ich mir noch: nicht zu viel darüber nachdenken. Kurz darauf spürte ich etwas Hartes, das aussah wie ein Pouletflügel. Und dann kam plötzlich ein Hühnerfuss zum Vorschein. Ich musste mich zusammenreissen. Unter den Nudeln versteckte sich ein ganzer Haufen Knochen – wohl so ziemlich alles vom Tier. Je länger ich die Knochen ansah, desto schlechter wurde mir. Ich fühlte mich zwar etwas schlecht, den Teller voll stehen zu lassen, aber das war zu viel. Auch wenn ich sonst offen bin und gerne Neues probiere, vor allem die lokale Küche – der Appetit war mir vergangen.
Reise nach Luang Prabang
Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich im Zug Richtung Luang Prabang.
Nach dem Frühstück – dass dieses Mal aus Bananen Pancakes bestand – musste ich auch schon los Richtung Bahnhof. In Laos gibt es die App inDrive, die wirklich super ist. Man kann seine Zieladresse eingeben und danach eine Art Anfrage stellen, bei der auch gleich ein Preis angezeigt wird. Wenn ein Taxifahrer in der Nähe ist, kann dieser das Angebot annehmen und dann wird man abgeholt. Die rund halbstündige Taxifahrt kostete ungefähr CHF 3.60.
Das Zugticket hatte ich wieder im Voraus gebucht, sodass ich nur noch durch die Security Control musste. Der Zug kam auf die Minute pünktlich. Man musste dann nochmals durch eine Barriere und das Ticket zeigen. Alles war sehr strukturiert und sauber geregelt, sodass es gab kein Gedränge gab. Die Zugfahrt von Vientiane nach Luang Prabang dauerte ungefähr 1 Stunde und 45 Minuten.