Tag 6-10: Inselhopping

Tag 6-10: Inselhopping

Eine Stunde von Bali entfernt liegt Nusa Penida. Es gibt zwar bereits diverse Touren und Ausflüge zu dieser Insel, aber sie ist nicht von Touristen überrannt.

Die Fahrt mit der Schnellfähre dauerte eine Stunde. Meine Unterkunft lag nur neun Minuten vom Hafen entfernt. Der Weg führte der Küste entlang. Keine Spur von grossen Resorts, alles wirkte friedlich, fast schon ein wenig verlassen. Ich traff nur wenige Menschen an, dafür liefen Hühner und Hunde frei umher.

Es war ein kleines Hostel mit nur sechs Betten. Diese waren alle in einzelnen kleinen Kabinen, sodass nur das Bad und der Gemeinschaftsraum geteilt wurde. Die Hostelangestellten waren sehr freundlich, auch wenn sie kaum Englisch sprachen oder verstanden. Mit Google-Translate konnte dieses Problem einfach umgangen werden. 🙂

Da niemand sonst im Hostel war, ging ich hinaus und erkundigte die Gegend zu Fuss. An der Strasse entlang waren kleine Restaurants, in denen Einheimische sassen. Ab und zu hatte es eine Tankstelle, die aus einem Stand mit „Petrol“ PET-Flaschen bestand, dann wieder eine alte Werkstatt oder ein „Mini-Markt“. Natürlich gibt es auf der Insel auch bereits moderne Hotels, grosse Restaurants und diverse Sunset-Bar’s. In dieser Gegend war das aber nicht der Fall.

Wieder im Hostel zurück fand ich im Gemeinschaftsraum eine andere Backpackerin an. Sie hatte für den nächsten Tag eine Sightseeing-Tour gebucht und bot mir an mitzukommen. Schlussendlich waren wir zu viert.

Der erste Stopp war beim Goa Giri Putri Cave, ein sehr wichtiger hinduistischer Tempel. Weiter ging es Richtung Diamond Beach und Athu Beach. Ein holpriger Weg, so schmal, dass es sich beim Kreuzen von zwei Autos manchmal wirklich nur um Zentimeter handelte. Mit dem Auto kam man bis oben auf die Klippe. Zum Strand bzw. den beiden Strände links und rechts ging es nur zu Fuss. Der Diamond Beach auf der linken Seite, eine kleine Bucht mit klarem Wasser und einem weissen Strand. Auf der anderen Seite wirkte es etwas rauer, aber nicht weniger schön – der Athu Beach.

Der Weg zum Athu Beach führte direkt der Klippe entlang und wurde immer steiler und schmaler. Bis ganz nach unten hatte ich es nicht geschafft. Zum Schluss waren die Tritte winzig und man musste praktisch senkrecht an der Wand klettern. (Ja, ich übertreibe wahrscheinlich ein wenig, aber das war dann zu viel für mich und ich kehrte um).

Der Pfad auf der anderen Seite war zum Glück nicht ganz so schlimm und die Aussicht auf eine Abkühlung steigerte die Motivation noch mehr. Das Meer war angenehm warm und wir genossen einige Stunden am Strand.

Ganz in der Nähe war das „Tree House“ ein weiterer Aussichtspunkt, zu welchem man nur über eine lange Treppe kam. Die Aussicht war atemberaubend. Auf der einen Seite sah man in die Weite des Meeres, auf der anderen hatte man die Bucht im Blick und die Felsen die aus dem Meer ragten.

Von dem ganzen Tag, der Hitze und dem vielen Laufen war ich müde, sodass ich an diesem Tag früh ins Bett ging.

Nusa Penida war sehr schön und man könnte sicher noch länger bleiben. Nichtsdestotrotz entschied ich mich, auf die etwas kleinere und unbekannte Nachbarinsel zu gehen – Nusa Lembongan.

Die Überfahrt mit dem Speedboat dauerte 15 Minuten. Am Hafen konnte man sich direkt einen Roller mieten (ca. CHF 4.50/Tag) und damit die Insel erkunden. Ich entschied mich aber doch lieber für ein „Motor-Bike“ Taxi, denn die Strassen waren eng, meist ungeteert oder hatten grosse Schlaglöcher. Nachdem ich meinen Rucksack im Hostel deponiert hatte, machte ich eine kleine Inseltour. Für den zweiten Tag hatte ich eine Schnorcheltour gebucht. Wir hatten Glück und sahen an diesem Morgen einen Mantarochen. Die Insel mit nur acht Quadratkilometer hat einiges zu bieten und ist auf jedenfall einen (Tages-)Besuch wert.

Nachtrag:

In den letzten Tagen war viel Los. Deshalb habe ich es leider nicht geschafft den Blog früher zu veröffentlichen.

Ich habe mich noch weiter von meinem ersten Reiseziel (Bali) entfernt und bin jetzt in der Nähe von Lombok auf den Gili Inseln. Genauer gesagt auf Gili Air, doch dazu mehr in einem neuen Eintrag. 🙂

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